Sonne fördert Lebensfreude, stärkt den Knochenaufbau und das Immunsystem. Ein zuviel an UV-Strahlung und der Wunsch nach Bräune um jeden Preis hat in den letzten Jahren zu einem alarmierenden Anstieg von Hautkrebserkrankungen geführt – aktuell erkrkanken in Deutschland jedes Jahr mehr als 300.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Sonne zu genießen, sich aber auch bewusst zu schützen ist kein Gegensatz.
Je jünger desto besser: Der Schutz der Haut vor Sonne
Das Hautkrebsrisiko wird bereits in Kindheit und Jugend angelegt, denn besonders Sonnenbrände in der Kindheit gelten als ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs im Erwachsenenalter, da die dünne Kinderhaut den eigenen Schutzmechanismus noch nicht vollständig ausgebildet hat. Daher ist der richtige Sonnenschutz in der Kindheit die beste Präventionsmaßnahme, um Hautkrebs zu verhindern. Aber auch Erwachsenenhaut sollte vor zuviel Sonne geschützt werden. Neben Sonnencreme, Sonnenbrille und passender Kopfbedeckung ist der beste Schutz der Schatten und die Kleidung. Bei Sonnencremes ist ein Lichtschutzfaktor von mind. 30 ratsam, für Kinder mind. 50. Achten Sie darauf, dass Cremes gegen UVA- und UVB-Strahlung schützen sowie wasserfest sind. Cremen Sie sich und Ihre Kinder sorgfältig ein, bevor Sie in die Sonne gehen. Wiederholen Sie es mehrmals täglich, insbesondere nach dem Schwimmen. Bitte beachten Sie jedoch: Wer sich eincremt, fühlt sich sicher. Aber der Schein trügt. Selbst Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor und ausgewiesenem UV-B- und UV-A-Schutz bieten keinen vollständigen Schutz. Daher sollte Sonnencreme niemals dazu genutzt werden, um den Aufenthalt in der Sonne beliebig auszudehnen. Die entsprechend dem Lichtschutzfaktor theoretische Schutzdauer sollte höchstens zu 60 Prozent ausgeschöpft werden. Hier finden Sie weitere Infos zum UV-Schutz Sonnencreme und wie Sie sich richtig eincremen.
Die Wirkung der UV-Strahlung
Unter UV-Strahlung versteht man das unsichtbare, energiereiche Licht, das ein Teil der Sonnenstrahlung ist. Die UV-Strahlung ist die Hauptursache für Alterungsschäden der Haut. Die Folgen der UV-Strahlung können Zellveränderungen, Krebsvorstufen und im schlimmsten Fall Hautkrebs sein.
Entscheidend ist die Früherkennung: Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand!
Das Risiko, an verschiedenen Hautkrebsarten zu erkranken, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sonnenbedingte Hautveränderungen und Hautkrebs bilden sich am häufigsten auf sogenannten Sonnenterassen des Körpers (Ohrspitzen und Ohrmuscheln, Nase, Wangen, Unterlippe, Glatze und Handrücken), aber auch an anderen Stellen des Körpers. Sollten Sie langsam wachsende, hautfarbene, teilweise gerötete Knötchen der Haut, abgegrenzte Hautstellen mit Schuppen oder Hornbildung oder kleine, nicht abheilende Wunden entdecken, suchen Sie bitte einen Arzt*Ärztin auf. Achten Sie besonders auf pigmentierte Haut. Verändert sich ein Hautmal in seiner Form, Größe, Färbung, juckt oder blutet es, sollten Sie zu einem Arzt*Ärztin gehen. Nur diese*r kann entscheiden, ob eine Hautveränderung harmlos ist. Achten Sie auch bei ihrer Familie auf Hautveränderungen.
Infothek
Download
Anleitung zur Selbst-untersuchung der Haut
Lesen Sie hier wie Sie selbst Ihre Haut untersuchen können um Hautkrebs möglichst früh zu erkennen.
Projekt
SunPass
Kindergärten in Baden-Württemberg sind herzlich eingeladen, an unserem Projekt SunPass teilzunehmen!