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Was wir essen, kann einen Unterschied machen

Ernährung & Krebs

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass das Krebsrisiko mit einem gesunden Lebensstil um bis zu 40 Prozent gesenkt werden kann. Nichtrauchen, ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol, ausreichend Bewegung und umfassender Sonnenschutz – dies alles sind Bestandteile eines gesunden Lebensstils. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Früchten und wenig tierischen Lebensmitteln kann das Risiko für verschiedene Krebsarten senken.

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Am besten Wasser trinken

Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag, am besten
Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie
ungesüßten Tee. Trinkwasser aus der Leitung ist ein frisches, sicheres und einfach verfügbares Lebensmittel. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert.

Obst und Gemüse – viel und bunt

Obst und Gemüse liefern reichlich Vitamine,
Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie sekundäre
Pflanzenstoffe. Sie sind gut für die Gesundheit und tragen zur Sättigung bei. Genießen Sie mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag, am besten in ihrer jeweiligen Erntesaison.

Hülsenfrüchte und Nüsse regelmäßig essen

Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen sind reich an Eiweiß, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Nüsse liefern zusätzlich lebensnotwendige Fettsäuren und sind gut für die Herzgesundheit. Verzehren Sie
mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte
und täglich eine kleine Handvoll Nüsse.

Vollkorn ist die beste Wahl

Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis undMehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit. Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehlprodukte. Insbesondere die
Ballaststoffe im Vollkorn senken das Risiko für viele Krankheiten.

Pflanzliche Öle bevorzugen

Pflanzliche Öle sind reich an lebensnotwendigen Fettsäuren und Vitamin E. Bevorzugen Sie beispielsweise
Rapsöl und daraus hergestellte Margarine.
Empfehlenswert sind außerdem Walnuss-,
Lein-, Soja- und Olivenöl.

Milch und Milchprodukte jeden Tag

Milch und Milchprodukte liefern insbesondere
Eiweiß, Calcium,Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 und unterstützen die Knochengesundheit.
Werden pflanzliche Milchalternativen verwendet, ist auf die Versorgung mit Calcium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12 zu achten.

Fisch jede Woche

Fette Fische wie Lachs, Makrele und Hering liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Seefisch wie Kabeljau oder Seelachs enthält zudem Jod. Essen Sie ein- bis zweimal Fisch pro Woche.

Fleisch und Wurst – weniger ist mehr

Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie
Selen und Zink. Zu viel Fleisch von Rind, Schwein, Lamm und Ziege und insbesondere Wurst erhöhen das
Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Dickdarmkrebs. Die Produktion von Fleisch und Wurstwaren belastet die Umwelt deutlich stärker als die von pflanzlichen Lebensmitteln. Wenn Sie Fleisch und Wurst essen, dann nicht mehr als 300 g pro Woche.

Süßes, Salziges und Fettiges – besser stehen lassen
Zucker, Salz und Fett stecken oft „unsichtbar“
in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast Food und Fertigprodukten. Wird hiervon viel gegessen, steigt das Risiko für Übergewicht,
Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und Typ-2-Diabetes.

Mahlzeiten genießen
Lassen Sie sich Zeit beim Essen und gönnen Sie
sich eine Pause.  Langsames und bewusstes Essen fördert zudem das Sättigungsgefühl. Gemeinsam essen tut gut.

In Bewegung bleiben und auf das Gewicht achten

Ernährung und körperliche Aktivität gehören zusammen. Tägliche Bewegung und ein aktiver Alltag fördern die Knochengesundheit und senken das Risiko für die Entwicklung von Übergewicht sowie für viele weitere Krankheiten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE

Die Kampagne 5 am Tag

Seien wir ehrlich: Haben Sie heute bereits fünf Einheiten an Früchten und Gemüse zu sich genommen? Es geht nicht nur darum, dass diese Lebensmittel lecker sind und für jeden Geschmackspalast etwas bieten. Sie fördern zudem das allgemeine Wohlgefühl, verbessern die Abwehrkräfte und können sogar vor bestimmten Lifestyle-Krankheiten wie etwa Hochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen schützen.

Indem Sie jeden Tag fünf Portionen konsumieren, versorgen Sie Ihren Organismus mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die auch als bioaktive Substanzen oder Phytochemikalien bekannt sind. Eine optimale Verteilung wäre drei Einheiten Gemüse und zwei Einheiten Obst. Als Faustregel für eine Einheit gilt ungefähr eine Handvoll. Säfte, Smoothies, getrocknete Früchte und naturbelassene Nüsse zählen auch zur „5 am Tag“-Richtlinie. Am besten ist es, wenn eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten dabei ist. Wie Sie diese fünf Einheiten über den Tag hinweg verteilen, ist ganz Ihnen überlassen.

 

Haben Sie heute Ihre „5“ erreicht?

Es ist einfacher als erwartet, täglich fünf Einheiten von Obst und Gemüse zu konsumieren. Starten Sie den Tag mit einem Obst-Müsli zum Frühstück. Für eine kleine Zwischenmahlzeit können Sie ein Glas Orangensaft trinken oder Gemüsestreifen snacken. Zum Mittagessen servieren Sie sich eine Beilage aus Gemüse und als Dessert wartet ein fruchtiger Obstsalat auf Sie. Zum Abendessen rundet ein kleiner Salat das Mahl ab. Wie viele Einheiten von Obst und Gemüse haben Sie heute schon zu sich genommen?

Eine Portion Gemüse kann sein

  • 1 Mini-Kohlrabi, eine einzelne Paprika oder ein Trio von Tomate
  • Zwei Handvoll Blattsalat oder gehackte Karotten
  • 1 kleine Konservendose Gemüse (ungefähr 125 Gramm)
  • Zwei Handvoll Tiefkühl-Brokkoli, -Spinat oder -Pilze (circa 125 Gramm)
  • Eine Handvoll getrockneter Hülsenfrüchte, beispielsweise Linsen oder grüne Erbsen
  • Eine Handvoll eingelegtes Sauerkraut oder sauer konserviertes Gemüse
  • Ein Glas Saft aus Tomaten oder Karotten

    Eine Portion Obst kann sein

    • 1 Apfel, 1 Banane, eine Orange oder einen Pfirsich
    • Zwei Handvoll Erdbeeren, Himbeeren oder eine ähnliche Menge Trauben
    • 4 Esslöffel zuckerfreies oder leicht gesüßtes Fruchtkompott
    • Zwei Handvoll Tiefkühl-Beerenmix
    • 5 Dörrpflaumen oder getrocknete Aprikosenstücke
    • Ein Glas Saft, der aus 100% Frucht besteht, oder
    • Ein Fruchtsmoothie
    • Eine halbe Handvoll Nüsse (ungefähr 25 Gramm)

    Quelle: 5amtag.de

    Zudem hält Essen Leib und Seele zusammen. Das gilt bei einer Krebserkrankung erst recht. Auch wenn das Essen vielleicht nicht immer leicht fällt. Ein guter Ernährungszustand hat einen positiven Einfluss auf die Therapiewirkung, auf die körperliche Leistungsfähigkeit und vor allem auf die Lebensqualität. 

    Es gibt allgemeine Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Bei Krebs können sich diese aber von Patientin zu Patient unterscheiden. Deshalb sollten Krebserkrankte immer mit ihren Ärzten besprechen, worauf sie bei ihrer Ernährung achten sollten. Wichtig sind eine ausreichende Nahrungszufuhr und eine regelmäßige Überprüfung des Körpergewichts. So kann einem Gewichts- und Kraftverlust entgegengewirkt werden.

    Ganz allgemein gilt: Ernähren Sie sich gut und haben Sie Freude am Essen!

    Ernährung bei Krebs - Ernährungsprobleme erkennen, vorbeugen und behandeln

    • Viele Krebserkrankte verlieren durch ihre Erkrankung oder die Behandlung Gewicht. Dann ist es besonders wichtig, einer Mangelernährung vorzubeugen.
    • Eine gute Ernährung kann Patientinnen und Patienten helfen, eine Krebserkrankung besser zu überstehen und sie kann die Lebensqualität erhöhen.
    • Von sogenannten „Krebsdiäten“ raten Fachleute ab: Bisher gibt es keine Hinweise, dass sich Krebs durch bestimmte Ernährungsformen heilen lässt.

    Lesen Sie mehr dazu hier.

    Unsere Broschüre zum Thema Ernährung bei Krebserkrankungen können Sie weiter unten downloaden.

    Quelle: Krebsinformationsdienst

    Infothek
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    Ernährung bei Krebs-erkrankungen

    Lesen Sie hier unseren Ernährungsberater zum Thema Ernährung bei Krebserkrankungen.

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    Die DGE-Empfehlungen

    Bunt, gesund und möglichst ausgewogen essen, das sind die DGE-Empfehlungen. um Gesundheit und Umwelt zu schützen.