Startseite > Engagement > Wert­schätzung > Krebs­innovations­preis
Krebs­innovations­preis

Mit dem Preis werden herausragende Institutionen, Verbände und Personen ausgezeichnet, durch deren Aktivitäten wesentliche Innovationen in der Prävention, Behandlung und Begleitung von krebskranken Menschen in Baden-Württemberg initiiert wurden.

Der Krebsverband Baden-Württemberg e.V. hat insbesondere zwei Themen in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt:

  • Durch Aufklärung und Projekte zur Prävention das Risiko der Menschen an Krebs zu erkranken zu verringern und
  • Menschen, die an Krebs erkrankt sind und deren Zugehörigen optimal zu versorgen und zu begleiten.

Dazu hat der Krebsverband ein interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut, in dem viele Akteure Hand in Hand zum Wohle der Menschen in Baden-Württemberg zusammenarbeiten.
Ein maßgeblicher Erfolgsfaktor dabei sind die vielfältigen Projekte und Aktivitäten unterschiedlichster Institutionen, Verbände und Personen aus verschiedenen Bereichen.

In der Sitzung des Vorstandes des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. am 3. Juli 2019 wurde beschlossen, anstelle des bisher verliehenen Forschungs- und Entwicklungspreises einen Anerkennungspreis auszuloben.

Der Anerkennungspreis trägt den Namen „Krebsinnovationspreis Baden-Württemberg des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V.“
Mit dem Preis sollen herausragende Institutionen, Verbände und Personen ausgezeichnet werden, durch deren Aktivitäten wesentliche Innovationen in der Prävention, Behandlung und Begleitung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind, in Baden Württemberg initiiert wurden.

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 5.000 € dotiert. Der Preis kann aufgeteilt werden, wenn mehrere Auszeichnungswürdige nominiert werden. Der Preis kann an Einzelpersonen, Arbeitsgruppen, Initiativen und Verbände aus Baden-Württemberg vergeben werden.

Schirmherrin für den Krebsinnovationspreis Baden-Württemberg des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. ist Frau Gerlinde Kretschmann.

Preisträger 2025

 

Netzwerk OnkoAktiv

Bei der 44. ATO-Tagung am 23.10.26 in Freiburg erfolgte die feierliche Verleihung des Krebsinnovationspreises Baden-Württemberg 2025 an das bundesweite Netzwerk OnkoAktiv. In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Martens eine Initiative, „die nicht nur Versorgungslücken schließt, sondern die onkologische Betreuung in unserem Land nachhaltig verändert“. OnkoAktiv zeige beispielhaft, wie aus einer Vision gelebte Realität wird: Der Anspruch, allen Betroffenen einen qualitätsgesicherten Zugang zu Bewegungstherapie zu ermöglichen, habe sich zu einem bundesweiten Versorgungsnetz mit hoher Strahlkraft entwickelt.

Er hob hervor, dass OnkoAktiv einen Paradigmenwechsel eingeleitet habe: Bewegung sei nicht länger ein optionaler Begleiter, sondern entwickle sich zunehmend zu einem integralen Bestandteil moderner Krebsversorgung. Über 100 randomisierte Studien belegten die Wirksamkeit – und OnkoAktiv schaffe die Versorgungsstrukturen, um diese Evidenz im Alltag der Patientinnen und Patienten wirksam werden zu lassen. Besonders betonte Martens die Bedeutung der Brücke, die OnkoAktiv zwischen medizinischer Behandlung und qualifizierten Bewegungsangeboten baut.

Mit inzwischen 18 regionalen Zentren, rund 150 zertifizierten Bewegungseinrichtungen sowie einer interaktiven digitalen Netzwerkkarte sei OnkoAktiv „eine tragende Säule im onkologischen Innovationsgewebe Baden-Württembergs und darüber hinaus“. Die enge Verzahnung von Wissenschaft, Versorgungspraxis und Patientenorientierung mache das Netzwerk zu einem Modellprojekt mit bundesweiter Relevanz.

Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Martens schloss mit einem eindrücklichen Ausblick: Die Auszeichnung solle als „Signal für zukunftsweisende Projekte“ verstanden werden – als Anerkennung für Engagement, Mut und Weitblick. Sie sei zugleich Ansporn, Bewegungstherapie flächendeckend als festen Bestandteil der onkologischen Regelversorgung zu verankern.

Stellvertretend für das Netzwerk nahm Prof. Dr. Joachim Wiskemann, als Initiator von OnkoAktiv, die Auszeichnung entgegen.

Bildrecht: @M_Stamatova (Uni Freiburg)

v.l.n.r. Prof. Dr. Joachim Wiskemann, Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe Martens

Preisträger 2023

lLandesverband Frauenselbsthilfe Krebs Baden-Württemberg / Bayern e.V. und Hubert Seiter mit Prof. Walter-Erich Aulitzky

Prof. Aulitzky und Seiter waren von 2004 bis 2018 bzw. von 1988 bis 2017 für den Krebsverband tätig und haben in dieser Zeit die onkologische Versorgungslandschaft in Baden-Württemberg maßgeblich geprägt. Ihr besonderes Augenmerk galt immer der Selbsthilfe für an Krebs erkrankte Menschen. Sie haben die Selbsthilfegruppen unterstützt und gefördert und so zu einem unverzichtbaren Bestandteil der onkologischen Versorgung gemacht.
Der Landesverband Frauenselbsthilfe Krebs Baden-Württemberg / Bayern e.V. wurde insbesondere für zwei Projekte gewürdigt. Das erste Projekt bietet spezielle Unterstützung für metastasierte und palliative Patienten, sowohl medizinisch als auch psychisch. Das zweite Projekt, unter dem Motto „Krebskranke helfen Krebskranken – grenzenlos“, ermöglicht ukrainischen Flüchtlingen, die an Krebs erkrankt sind, einen Online-Austausch in ihrer Muttersprache, unterstützt von onkologischen Fachkräften. Die Vorsitzende des Landesverbandes Frauenselbsthilfe Krebs Baden-Württemberg / Bayern e.V., Christa Hasenbrink, nahm den Preis stellvertretend für den Verband von Frau Kretschmann entgegen.

Bildrecht: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

v.l.n.r.: Ulrika Gebhardt, Christa Hasenbrink, Hubert Seiter, Prof. Walter-Erich Aulitzky, Gerlinde Kretschmann

 

Preisträger 2021

Diplom-Psychologe Martin Wickert

Auszeichnung für sein Lebenswerk: Martin Wickert hat die psychoonkologische Versorgungslandschaft nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland maßgeblich mitgestaltet, entwickelt und vorangetrieben
und dank seiner enormen Kompetenz und seines unermüdlichen Engagements wurde eine qualitativ hochwertige psychoonkologische Versorgungsstruktur aufgebaut.

Einige Meilensteine von Herrn Wickerts Werdegang:

  • Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft fürambulante psychosoziale Krebsberatung e.V. (BAK)
  • Gründungsmitglied und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der
  • Krebsberatungsstellen Baden-Württemberg (LAG-BW)
  • Kursleitung und Referent der Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO)
  • Vorstands- und Beiratsmitglied der PSO/DKG
  • Mitarbeit am Nationalen Krebsplan (Handlungsfeld 2, Ziel 9)
  • Mitwirkung an verschiedenen Leitlinien, u.a. S3-Leitlinie Psychoonkologie

Bis 2020 war er Leiter der Krebsberatungsstelle in Tübingen. Aber auch noch in seinem Ruhestand hat er sich weiter für das Zustandekommen der Regelfinanzierung der Krebsberatungsstellen eingesetzt.

Preisträger 2019

Prof. Dr. Michael Bamberg

Auszeichnung für sein Lebenswerk, dem interdisziplinäres Denken und Handeln in der Krebsmedizin, welches immer das Wohl des Patienten in den Vordergrund stellt.

  • Mitarbeit in zahlreichen Fachgesellschaften
  • Besondere Patientenorientierung
  • Unterstützung von Selbsthilfegruppen
  • Einsatz für die Onkologischen Schwerpunkte und Tumorzentren in Baden-Württemberg
  • Zertifizierung der Onkologischen Schwerpunktkrankenhäuser
  • Mitentwicklung der Leitlinien der Onkologie
  • Langjähriger Vorsitzender des Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

 

Bildrecht: Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

v.l.n.r. Gerlinde Kretschmann, Prof. Dr. Michael Bamberg, Prof. Dr. Uwe Martens, Ulrika Gebhardt

Grundlagen und Richtlinien

Mit dem Innovationspreis sollen herausragende Institutionen, Verbände und Personen ausgezeichnet werden, durch deren Aktivitäten wesentliche Innovationen in der Prävention, Behandlung und Begleitung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind, in Baden Württemberg initiiert wurden.

Dotierung

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 5.000 € dotiert. Der Preis kann aufgeteilt werden, wenn mehrere Auszeichnungswürdige nominiert werden.

Wer kann den Preis erhalten?

Der Preis kann an Einzelpersonen, Arbeitsgruppen, Initiativen und Verbände aus Baden-Württemberg vergeben werden.

Das Nominierungskomitee

Das Nominierungskomitee schlägt dem Vorstand des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. entsprechende Projekte und Aktivitäten bis zum 31. Juli des laufenden Jahres zur Preisverleihung vor.

Dem Nominierungskomitee gehören mindestens fünf maximal sieben Mitglieder an.

Das Nominierungskomitee wird vom Vorstand des Krebsverbandes benannt.

Wer kann Vorschläge einbringen?

Vorschläge zur Nominierung können von Einzelpersonen, Institutionen und Verbänden eingebracht werden.

Was sollte der Vorschlag enthalten? Fristen?

Wir bitten darum eine möglichst kompakte Zusammenfassung bzw. Beschreibung der preiswürdigen Initiativen zusammen mit ggf. ergänzenden Angaben wie Lebenslauf und Publikationsliste per Mail bei der
Geschäftsstelle des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. bis zum 31. Mai des betreffenden Jahres einzureichen.

Jury

Über die Verleihung des Preises entscheiden als Jury die Mitglieder des Vorstandes des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V.

Die Jury ist in ihren Entscheidungen frei und unabhängig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit, welcher Arbeit, welcher Initiative, welchem Projekt oder welcher Organisation der Preis zuerkannt werden soll.

Der Preis wird während der jährlich stattfindenden Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Arbeitskreise in Baden-Württemberg verliehen.

Schirmherrin

Schirmherrin für den Krebsinnovationspreis Baden-Württemberg des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V. ist Frau Gerlinde Kretschmann.