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1. September 2017 Stuttgart - Türkheim

Vanessa Lenkenhoff, Mitarbeiterin beim Krebsverband Baden-Württemberg e.V.

Als mir der ehemalige Geschäftsführer des Krebsverbandes Baden-Württemberg, Herr Seiter vor zwei Wochen unterbreitete, dass ich doch an der ersten Etappe der Bäder- und Rehatour mitfahren sollte, hielt ich es zunächst für einen Scherz.
Ich mache zwar ab und zu Sport aber eine Strecke von Stuttgart bis nach Türkheim bin ich bisher nicht mal ansatzweise gefahren.

Da ich die Bäder- und Rehatouren der letzten Jahre verfolgt habe und mich die Idee, dass Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam eine mehrtägige Radtour über Ländergrenzen hinweg fahren, begeistert hat, sagte ich spontan zu, zumindest bis nach Plochingen mitzufahren.
Ich habe einen tollen aber auch anstrengenden Tag erwartet.
Tatsächlich wurde es ein Tag, der mir immer in Erinnerung bleibt.
Noch nie habe ich an einem Tag so viele bemerkenswerte, spannende Menschen kennengelernt und nette Gespräche geführt.
In der Gruppe war ein unglaublicher Zusammenhalt zu spüren, es wurde vor Hindernissen gewarnt sich gegenseitig geholfen und unterstützt.
In Plochingen angekommen wollte ich unbedingt weiter in der Gruppe fahren und bin letztendlich erst in Geislingen an der Steige in den Zug zurück nach Stuttgart gestiegen.

Auch die Spendenbereitschaft der vielen Gemeinden, die wir unterwegs besuchten hat mich sehr berührt. Ich wünsche der außergewöhnlichen Gruppe eine schöne weitere Fahrt mit vielen tollen Erlebnissen bis nach Venedig.

3. September 2017 Augsburg - Kirchseeon

Die Bäder- und Rehatour rollt schon zum zehnten mal.

Zu diesem Erfolg gratuliere ich dem Initiator, Hubert Seiter, allen Mit-Radlern und Helfern ganz herzlich.

Als ehemalige Biathletin und Skilangläuferin ist Radfahren eine meiner liebsten Sportarten,daher war die Teilnahme an einer Etappe ganz nach meinem Geschmack.

Der Zauber der Tour liegt für mich vor allem darin, dass gemeinsam ein Ziel erreicht wird, über Berg und Tal, bei Sonnenschein und Regenschauer.
Die Inspiration liegt aber vor allem in der Gruppe. Mit meinem Tandempilot diskutiere ich über Politik und das Leben im Allgemeinen, ein Mitreisender erklärt physikalische Grundlagen, eine Radlerin gibt mir nach dem Regen ihre warme Jacke, eine andere rettet mich mit Kaffee vor der Kälte, die Helfer versorgen alle mit Wasser, gekochten Eiern  und Schokolade, die ganze Gruppe verfährt sich und bleibt fast im Schlamm stecken. Ja, das alles passiert bei der Bäder- und Rehatour an einem Tag.

Um es ganz kurz zu sagen: Inklusion ist, wenn sich alle einbringen, wenn jeder jedem hilft, wenn wir alle das Besondere im anderen sehen.

Vielen Dank für einen unvergesslichen Tag. Kommt gut ans Ziel.

Verena Bentele

4. September 2017 Kirchseeon - Achenkirch Österreich

 

Volker Groschwitz, 67 Jahre alt, Rentner, ehem. Psychologe in der Erziehungs- und Familienberatung


"Gleich morgens die schneebedeckte Alpenkette war ein gutes Vorzeichen für den Tag. Der Rausch des Rollens hält an, obwohl es manchmal anstrengend ist. Die Gruppe gibt Sicherheit, ich fühle mich aufgehoben. Ich bin zum ersten Mal dabei und finde die Gespräche sehr anregend.
Es ist mein großer Wunsch, mit dem Handbike die Alpen zu überqueren und ich hoffe, dass das morgen gelingt."

 

 

 

 

5. September 2017 Achenkirch – Sterzing/Vipiteno, Italien

Josef Högerle, der Vordere vom Tandem. Hinter ihm sitzt sein Arzt Stefan Grammer.  

"Ich hatte vor 9 Jahren einen Schlaganfall, musste vieles wieder neu erlernen. Auch heute habe ich immer noch Einschränkungen und bin dennoch mit Stefan auf dem Tandem über den Brenner gefahren. Nicht alle haben daran geglaubt. Aber ich habe daran geglaubt. "Probier'n ma mal" ist mein Spruch. Bis zu 5 starke Männer aus der Truppe haben uns an den steilen Stellen kräftig geschoben. Die haben so unglaublich viel Kraft, dass es mich einmal sogar ins Gebüsch geworfen hat. Wir hatten jede Menge Spaß und es war ein tolles Erlebnis."

 

 

 

 

 

 

 

6. September 2017 Sterzing - Olang, Italien

Julia Bauer

Die Tour ermöglicht mir Dinge zu bewältigen, die ich körperlich wie psychisch zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Ich lerne jeden Tourtag Lösungen für Situationen zu finden, die nicht planbar sind.   Unterwegs passiert jede Menge Unverhofftes, aber wir meistern es.
Dadurch wird mein Selbstbewusstsein gestärkt.
Psychische Erkrankungen sieht man Menschen nicht an. Deswegen hat man als Betroffene oft das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Dieses Gefühl habe ich in dieser tollen Radtruppe nicht und dafür bin ich sehr dankbar.

 

 

 

 

 

 

7. September 2017 Olang – Pieve di Cadore, Italien

Guido Gutje

Jeder einzelne Tourteilnehmer ist mir wichtig. Man findet selten diese Kameradschaft. Jeder hilft dem anderen.

Währende der Tour lernt man die Landschaft kennen und ist sportlich aktiv. Das holt mich auf dem Alltagstrott heraus. Ich kann meine Gedanken neu sortieren und Veränderungen in meinem Leben überdenken.