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1. September 2017 Stuttgart - Türkheim

Mein Name ist Vanessa Lenkenhoff, seit Februar bin ich für den Krebsverband Baden-Württemberg tätig.
Als mir der ehemalige Geschäftsführer des Krebsverbandes Baden-Württemberg, Herr Seiter vor zwei Wochen unterbreitete, dass ich doch an der ersten Etappe der Bäder- und Rehatour mitfahren sollte hielt ich es zunächst für einen Scherz.
Ich mache zwar ab und zu Sport aber eine Strecke von Stuttgart bis nach Türkheim bin ich bisher nicht mal ansatzweise gefahren.

Da ich die Bäder- und Rehatouren der letzten Jahre verfolgt habe und mich die Idee, dass Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam eine mehrtägige Radtour über Ländergrenzen hinweg fahren, begeistert hat, sagte ich spontan zu, zumindest bis nach Plochingen mitzufahren.
Ich habe einen tollen aber auch anstrengenden Tag erwartet.
Tatsächlich wurde es ein Tag, der mir immer in Erinnerung bleibt.
Noch nie habe ich an einem Tag so viele bemerkenswerte, spannende Menschen kennengelernt und nette Gespräche geführt.
In der Gruppe war ein unglaublicher Zusammenhalt zu spüren, es wurde vor Hindernissen gewarnt sich gegenseitig geholfen und unterstützt.
In Plochingen angekommen wollte ich unbedingt weiter in der Gruppe fahren und bin letztendlich erst in Geislingen an der Steige in den Zug zurück nach Stuttgart gestiegen.

Auch die Spendenbereitschaft der vielen Gemeinden, die wir unterwegs besuchten hat mich sehr berührt. Ich wünsche der außergewöhnlichen Gruppe eine schöne Fahrt mit vielen tollen Erlebnissen bis nach Venedig.

3. September 2017 Augsburg - Kirchseeon

Die Bäder- und Rehatour rollt schon zum zehnten mal.

Zu diesem Erfolg gratuliere ich dem Initiator, Hubert Seiter, allen Mit-Radlern und Helfern ganz herzlich.

Als ehemalige Biathletin und Skilangläuferin ist Radfahren eine meiner liebsten Sportarten,daher war die Teilnahme an einer Etappe ganz nach meinem Geschmack.

Der Zauber der Tour liegt für mich vor allem darin, dass gemeinsam ein Ziel erreicht wird, über Berg und Tal, bei Sonnenschein und Regenschauer.
Die Inspiration liegt aber vor allem in der Gruppe. Mit meinem Tandempilot diskutiere ich über Politik und das Leben im Allgemeinen, ein Mitreisender erklärt physikalische Grundlagen, eine Radlerin gibt mir nach dem Regen ihre warme Jacke, eine andere rettet mich mit Kaffee vor der Kälte, die Helfer versorgen alle mit Wasser, gekochten Eiern  und Schokolade, die ganze Gruppe verfährt sich und bleibt fast im Schlamm stecken. Ja, das alles passiert bei der Bäder- und Rehatour an einem Tag.

Um es ganz kurz zu sagen: Inklusion ist, wenn sich alle einbringen, wenn jeder jedem hilft, wenn wir alle das Besondere im anderen sehen.

Vielen Dank für einen unvergesslichen Tag. Kommt gut ans Ziel.

Verena Bentele